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Jahreswechsel in Budapest

Gleich am zweiten Weihnachtstag machen wir uns auf den Weg nach Budapest. Hier wollen wir den Jahreswechsel feiern, ein tolles Feuerwerk erleben und vorher ein paar schöne Tage verbringen.

 

Aber alles der Reihe nach. Schon am 25.12. bereiten wir unser Reisemobil Carlo auf die Tour vor. Bei minus 9 Grad muss erst einmal wieder Wärme in das Gefährt, bevor Wasser in den Tank gefüllt werden kann. Spannend! Bei 10 Grad Innentemperatur kann es losgehen. Der Außenwasserhahn wird wieder in Betrieb genommen, der Schlauchwagen angeschlossen und dann heißt es Wasser marsch!

 

Nach der Befüllung müssen wir leider feststellen, dass die Wasserpumpe streikt. Kein Muks gibt sie von sich. Oh nein, wenn die Pumpe im Eimer ist, dann können wir die Tour komplett vergessen. Lange Geschichte kurz zusammengefasst: Pumpe zum Glück in Ordnung, die 7,5 Ampere Sicherung war durchgebrannt. Nach dem Wechsel der Sicherung, konnten wir unsere Reisevorbereitungen fortsetzen. Unsere Reiseroute sollte uns über Tschechien, Slowakei nach Ungarn führen. In Prag wollten wir einen Zwischenstopp einlegen.


In Tschechien benötigen wir wieder eine Maut-Box, damit unser Schwergewicht auch ordnungsgemäß die "schnellen" Straßen benutzen darf. Auf den Autonbahnen können wir dann mit 80 km/h rasen und uns von den LKW überholen lassen. Die Box selbst erhalten wir mit einer Saugnapfhalterung für die Windschutzscheibe an der ersten Tankstelle als Leihgerät für rund 100 Euro Kaution. Zusätzlich müssen wir mit einem Mindestguthaben von 40 Euro starten. Das sollte dann für die Hin- und Rücktour reichen.

 

Die Tour verläuft verkehrstechnisch unspektakulär, dafür aber bei bestem Wetter mit einem tiefroten Sonnenuntergang. Gegen 20 Uhr erreichen wir endlich Prag und wir steuern einen Supermarktparkplatz beim Tesco an. Aber am zweiten Weihnachtstag ist nicht viel los. Ein Kino ist noch offen und die WCs sind geöffnet. Wir richten alles gemütlich für die Nachtruhe her, essen eine Kleinigkeit und gehen früh schlafen. Am nächsten Tag holen wir uns frische Brötchen und frühstücken ausgiebig. Wir können danach für sagenhafte 1,30 Euro pro Liter auftanken und unsere Reise nach Ungarn fortsetzen. Für die Slowakei kaufen wir online für 10,80 Euro eine elektronische 10-Tages-Vignette.


An der ungarischen Grenze kämpfen wir uns wieder an dem 120-Minuten-One-Way-Strecken-Vignetten-Trauma ab. Wieder stehen wir eine Weile und tippen ein ums andere Mal die ganzen Daten des Fahrzeugs ein, müssen Start- und Endpunkt der Mautstrecke genauestens bestimmen und die Buchungsdetails eingeben. Zack, alles weg, wieder von vorne anfangen. Was für eine Sch....

Michael geht zum Mautbüro und findet eine verlorene aber sehr freundliche Dame, die dann alles eingibt, 100 Zettel druckt, die wir unterschreiben, die sie dann wieder unterschreibt, Zahlungsbelege antackert und nach rund 15 Minuten alles für uns erledigt hat. Wir können endlich losfahren und haben somit noch 1 Stunde und 45 Minuten, um die restlichen 180 km mit 80 km/h nach Budapest zu fahren. Die letzten 40 (!!!!) km sind dann eine einspurige Baustellendurchfahrt, bei der wir keinen Spurwechsel verpassen dürfen. Wenigstens ist es dunkel und wir werden nicht von der Umgebung abgelenkt.

 

Gegen 20.10 Uhr erreichen wir nach einer ruppigen Fahrt durch das wunderschön beleuchtete Budapest unseren Campingplatz Arena Camping und finden einen schönen Stellplatz. Carlo bekommt seine Wintermütze und wir erst einmal etwas zu essen :-)

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