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Husch, husch zum Kusch

Bevor wir zum Kusch huschen, müssen wir natürlich Selinas Geburtstag feiern. Karlsruhe liegt ja fast auf dem Weg und außerdem haben wir für Chris einen Schreibtischstuhl aus den Firmenbeständen ergattert, den er für ein rückenschonendes Informatikstudium benötigt. Wie üblich wartet auch schon unser Stammplatz direkt vor dem HaDiKo auf uns. Perfekt!

 

Wir sind schon einen Tag früher am Sonntag angereist und werden am Abend von Chris und Selina bekocht. Am nächsten Morgen überreichen wir Selina unsere zahlreichen Geschenke beim gemeinsamen Frühstück. Danach ruft die Pflicht und Selina muss leider noch ein bisschen studieren. Wir nutzen daher noch den wundervollen Tag für einen ausgiebigen Spaziergang.

 

Am Abend gehen wir in die Min Ramen Bar fein essen und lassen den Tag gemütlich ausklingen. 

 

 



Selina zeigt uns am Nachmittag ihr Architektur-Projekt für ihre Bachelorarbeit. Das riesige Areal des ehemaligen Rheinstrandbades in Rappenwört soll thematisch mit neuen Ideen zu einer geeigneten Verwendung überführt werden. Das Baden ist seit Jahren aus gesundheitlichen Gründen im großen Becken mit abgezweigten Wasser aus dem Rhein verboten. Wir grübeln etwas mit und finden diese Aufgabenstellung sehr spannend.

 

An der Rheinpromenade und dem Panoramaweg kann man schön entlang flanieren. Da es sehr windig ist, sind wir froh, dass wir unsere Jacken dabeihaben. Wir beobachten die Schiffe auf dem Rhein, die stromaufwärts ganz schön gegen die starke Strömung anarbeiten müssen.

 

Anschließend geht's mit der Tram zurück und wir landen nach dem Umstieg am Europaplatz, wenige Meter vor der Min Ramen Bar .

 


Unsere Fahrt geht weiter in Richtung Österreich und wir machen vor dem Grenzübergang einen Zwischenstopp an der Donau in Vilshofen. Ein Stellplatz mit einem wundervollen Ausblick auf den Sportboothafen und die Stadt erwartet uns. Der Spaziergang an der Donau ist wunderschön, sehr erholsam und macht hungrig.

 

Heute Abend zaubert uns Sandra ein leckeres Essen im Wohnmobil und wir genießen den Sonnenuntergang an der Donau. Ab und zu fliegt ein Sportflugzeug im Landeanflug den nahegelegenen Sportflugplatz an.

 

Der WoMo-Stellplatz hat alles was man für eine Nacht braucht. Für 25 Euro haben wir saubere Sanitäranlagen, Strom inklusive und können noch vor der Abfahrt unser Grauwasser loswerden. Wir haben mit 180 Litern Frischwasser an Bord keinen Bedarf nachzutanken und fahren am nächsten Tag gegen 10 Uhr weiter.


Unser Ziel in Österreich ist ein Übernachtungsplatz in Jois, bevor es dann am Donnerstag zum Hauptevent nach Eisenstadt zum Vortrag von Dr. Kusch geht. Das Bio-Weingut Rittsteuer, das maximal drei WoMo-Stellplätze anbietet und im Gegenzug eine Weinprobe im Buschenschank ermöglicht, erwartet uns. Wir sind die einzigen WoMo Gäste und haben somit auch bei der Weinprobe die volle Aufmerksamkeit. Perfekt!

 

Wir werden freundlich begrüßt und stellen uns auf den Schotterparkplatz direkt vor das Weingut. Die Tochter ist in der dritten Generation des Familienunternehmens und schenkt uns erst einmal einen Sekt zur Begrüßung ein. Wir probieren uns anschließend durch ein paar Weiß- und Rotweine, schlürfen uns durch das Sortiment und schließlich kosten wir sogar den selbstgemachten Eierlikör. Hicks, suuber leggä, alles!

 

Am Ende decken wir uns mit ein paar Kisten Wein ein und nehmen noch einen Honig und den leckeren Eierlikör mit. Spitze!

 

 


Mit unserem Ecoflow haben wir ja genügend 220V-Strom dabei und stehen jetzt schon seit einigen Tagen autark. Wir sind mit 180 Liter Frischwasser auf die Reise gestartet und sind jetzt mit guten 80% Frischwasser im Tank immer noch sehr gut unterwegs. 

 

Am nächsten Tag wollen wir nach dem Frühstück an den Neusiedler See fahren. Wir verabschieden uns von der Familie Rittsteuer, fahren nach Rust und parken im Ort. Es ist zwar sonnig, aber sehr windig als wir die lange Seestraße bis zur Ruster Bucht entlanggehen. Die Seestraße ist auf beiden Seiten gesäumt von riesigen Reetfeldern. Wir entdecken auf der einen Seite ein Dorf aus Ferienhäusern, die wie in Venedig durch Kanäle, Wege und Brücken mit Anlegestellen für Boote, vernetzt sind. Eigentlich wollten wir irgendwo ein Café aufsuchen, aber hier ist noch Vorsaison und somit alles im Dornröschenschlaf. Daher entschließen wir uns dann doch früher nach Eisenstadt zu fahren und dort den Nachmittag zu verbringen.


In Eisenstadt angekommen, fahren wir mögliche Stellplätze an, die für uns allerdings absolut ungeeignet sind, aber in der Park4Night-App seltsamerweise angegeben wurden. Zum Glück finden wir an einer Ortsausgangsstraße etwas entfernter einen Stellplatz für die Nacht.

Noch schnell mit dem Hinterad auf die Rampe fahren und schon stehen wir gerade, so dass wir problemlos duschen können. Das ist schon klasse, wenn man alles dabei hat und man sich mit seinem rollenden Zuhause fast überall hinstellen kann, wo man möchte.

 

In der Stadt finden wir ein schönes Eiscafé und genießen die letzten Sonnenstrahlen des Tages. Anschließend schlendern wir durch die Fußgängerzone und kaufen ein paar Brötchen für das morgige Frühstück. In einem kleinen Esoterikladen finden wir ein paar wunderschöne Deko-Artikel.

 

Das Schloss Esterházy ist eine eindrucksvolle königliche Barockresidenz. Darin befinden sich ein Museum und unser imposanter Veranstaltungssaal. Der Vortrag von Dr. Heinrich Kusch und seiner Frau Ingrid über die "geheimen Unterwelten" ist unglaublich spannend und dauert gute vier Stunden. Es ist einer seiner letzten Vorträge und wir nutzen die Gelegenheit, kaufen den aktuellen Bildband und lassen ihn persönlich signieren. Ein wirklich tolles Andenken an diesen Vortrag und die jahrelange wissenschaftliche Forschung auf diesem Gebiet.


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